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Trainingslager Sulden |
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Unser letztes Trainingslager führte
uns nach Sulden am Ortler, in unmittelbarer Nähe von Stilfser
Joch und Umbrailpaß gelegen und auch nach Naturns ist es nicht
weit. So konnten wir wieder ein paar Erkundungen für die
Transalp Challenge machen, denn die 5. Etappe wird uns von
Livigno nach Naturns über den Umbrailpaß führen.
Wir kamen am Mittwochabend 18.06.08 erst um 2 Uhr in der Nacht
dort an. Als erstes wurde Oli von einem Dobermann schier zu Tode
erschreckt, der im Gebäude Wache schob. Dies ging zum Glück
glimpflich aus, da der Besitzer des Hundes vom Gebell
aufgeschreckt gleich zur Stelle war.
Da wir nicht auf Urlaub sondern zum Training dort waren, sind
wir auch brav am Donnerstagmorgen früh aufs Rad gestiegen und
haben uns das Stilfser Joch und den Umbrailpaß als erste Aktion
vorgenommen. Die rasante Asphaltabfahrt von Sulden runter nach
Gomagoi, das sind ca. 800 Hm, war noch unanstrengend. Dann
begann der lange Anstieg die 48 berühmten Kehren hoch aufs
Stilfser Joch auf 2.758 Meter, das waren rund 1.500 Höhenmeter
am Stück bei durchschnittlich 10%, max. 15% Steigung.
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Oben
angekommen, bot sich uns ein Rummelplatz dar mit Unmengen
Motorradfahrern, Souvenierständen und Würstelbuden. Kurzum, da
war die Hölle los! Die Aussicht auf den Ortler, den wir ja 2003
bestiegen haben, war super schön. Wir nahmen einen kleinen
Imbiss, zogen uns warm an und haben ein bisschen das Treiben
beobachtet, bevor wir dann weiter zum Umbrailpaß gefahren sind.
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Bei der Transalp
kommen wir von Bocchetta di Forchola auf den Umbrailpaß. Diesen
Trail haben wir auch schon mal besichtigt………. Hoffentlich regnet
es bei der Etappe nicht, denn der Trail wird dann sicher blöd zu
fahren sein. |
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Über die Schweiz
sind wir durchs Val Müstair wieder zurück bis Prad gefahren und
dann stand uns noch der Schlussanstieg wieder hoch nach Sulden
bevor, das sind von Prad noch mal 1.000 Höhenmeter und die sind
ab Gomagoi SEHR steil. Aber nachdem wir ja an Fronleichnam
festgestellt haben, dass alle Anstiege in diesem Jahr extrem
steil werden, müssen wir das ja auch mal trainieren und so haben
wir uns da hoch gequält.
Am nächsten Tag sind wir noch mal das Stilfser Joch
hochgefahren, diesmal auf demselben Weg wieder runter und wieder
hoch nach Sulden. Gelobt sei was hart macht………..
In Prad waren zur
gleichen Zeit auch meine Kusine Christiane mit Mann Ralf und
Sohn Markus in Urlaub. Letztere waren mit den Rennrädern
unterwegs. Also haben wir uns am nächsten Tag angeschlossen und
sind gemeinsam den Ofenpaß gefahren. Eigentlich wollten wir
danach über den Umbrailpaß erneut zum Stilfser Joch, aber da
haben wir dann alle gekniffen, als wir am Abzweig standen. Es
war auch so mit Gegenwind anstrengend genug, wieder zurück nach
Prad zu kommen. |
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In Sulden haben
wir dann ein bisschen in der Sonne gesessen und die Wäsche
getrocknet, als wir uns plötzlich inmitten einer Kuhherde
wiederfanden, die just auf die Alm getrieben wurde. |
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Am Abend
beschlossen wir, es uns mal gut gehen zu lassen und im Yak&Yeti
zu speisen, ein originelles Restaurant in Sulden in einem alten
Bauernhof, der Reinhold Messner gehört. So speisten wir gut und
tranken ausnahmsweise auch ein Gläschen Wein. Zum Abschluß ein
Verdauerli? Ja warum denn nicht? Und so baten wir den Wirt, uns
etwas zu empfehlen. Er kam dann mit einer großen Flasche mit
klarer Flüssigkeit und tat sehr geheimnisvoll. Wir sollten mal
raten, was das wohl für ein Tröpfchen sei……hm, hm, überleg,
grübel und studier………wir dachten da an Marille oder so???
Nein??? Nachdem wir zum Schluß die einzigen Gäste waren, kam der
Wirt mitsamt Flasche und eigenem Gläschen an unseren Tisch und
klärte uns auf: Quitte war das Zauberobst. Der Wirt erklärte
kurzerhand er sei der Luis und schon hatten wir gefüllte
Gläser……….und die Flasche Obstgetränk wurde immer leerer………
Hinzu kamen noch Bierchen und Weinchen, die plötzlich auch da
waren und der Abend nahm seinen Lauf. Wir haben viel erfahren
über geschichtsträchtiges rund um den Ortler und auch der
Routenverlauf unserer geplanten Tour am nächsten Tag wurde
diskutiert und es gab von Luis Tipps zu lohnenden Downhills und
auch gleich eine entsprechende Wanderkarte dazu. Es war ein
pfundiger Abend bis 3 Uhr in der Früh……….. |
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Entsprechend
schwierig gestaltete sich dann der nächste Tag. Der Plan war,
von Sulden mit dem Auto ins Tal zu fahren und dann mit dem Bike
bis Naturns, dann noch einmal hoch zur Naturnser Alm, übers
Vigiljoch und dann auf einem der von Luis empfohlenen Downhills
wieder runter ins Tal und zurück zum Auto. Nun denn, etwas
verspätet und mit leichter Übelkeit versehen fuhren wir los. Bis
Naturns lief es auch recht OK, da ging es ja immer leicht
bergab. |
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| Dann begann der Anstieg hoch zur
Naturnser Alm und leichtes Kopfweh machte sich breit. So ganz
gut ging es uns dann doch nicht………… |
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Da wären wir ohne
den Hinweis ja nie drauf gekommen……………… :-).
So kurbelten wir trotz Wehwehchen und Übelkeit beständig nach
oben und gönnten uns einen Teller Spaghetti auf der Alm. |
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| Der Beginn
des Downhills: |
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St. Maria im Schnee heißt das
Kirchlein.
Im Tal unten angekommen, hatten wir dann alles andere als Lust
die 40 km wieder hoch zum Auto zu fahren (in unserem Zustand)
und nahmen flugs die Vinschgaubahn. Am Abend kam noch irgendein
Fußballspiel im Rahmen der EM, bei dem wir allerdings die 2.
Halbzeit voll verpennt haben. Dann waren die Tage auch schon
wieder um und unser letztes Trainingslager vorbei. Jetzt muß die
Form reichen bis zur Transalp.
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